Nach einem großartigen Festival-März 2018 geht Literatur: BERLIN in den kommenden Wochen und Monaten als Veranstaltungsreihe weiter. Infos zu den Einzelveranstaltungen und zum Ticketing finden Sie hier und auf unserer Facebook-Seite!

 

Veranstaltungen

▼23.05.18 Andrej Platonow: „Tschewengur“▼

Andrej Platonow „Tschewengur“

Lesung & Gespräch mit Ingo Schulze & Katharina Rabbe

20.00 Uhr | Georg Büchner Buchladen | Lesung & Gespräch

Gespräch zwischen Ingo Schulze & der Lektorin Katharina Rabbe

Nicht nur „Die Baugrube“, auch das zweite Hauptwerk Andrej Platonows, der Roman „Tschewengur“, durfte in der Sowjetunion nicht erscheinen. Er habe nichts anderes versucht, als den Anfang der kommunistischen Gesellschaft darzustellen, schreibt der Autor an den mächtigen Maxim Gorki. Das Buch, so die Antwort, sei inakzeptabel, denn die Helden würden nicht als Revolutionäre, sondern als komische Käuze und Halbverrückte wahrgenommen. Don Quijote und Sancho Pansa durchstreifen die Steppe Südrusslands: Sascha Dwanow hat als Heizer an den Kämpfen der Roten Armee gegen die Weißen teilgenommen. Kopjonkin ist auf dem Ross »Proletarische Kraft« unterwegs, auf der Suche nach dem Grab Rosa Luxemburgs, in deren Namen er Heldentaten begehen will. Soll das, was ihnen unterwegs begegnet, die Verwirklichung der sozialistischen Idee sein?  Erst nach der Trennung von Kopjonkin kommt Sascha auf die richtige Spur. In der Steppenstadt Tschewengur soll der Kommunismus bereits angebrochen sein. Wie elf Bolschewiki und ihr Führer dort die Bourgeoisie vernichten und mit der bettelarmen Bevölkerung das Paradies aufbauen, wird als Geschichte eines gigantischen Scheiterns erzählt. Melancholie und Dunkelheit liegen über der Natur und der Stadt: „In die Tiefe der angebrochenen Nacht gingen ein paar Menschen aus dem Kommunismus ins Ungewisse.“

 

Im Rahmen eines Gesprächs stellen der Schriftsteller Ingo Schulze und Katharina Rabbe, die Lektorin des Bandes, eines der Hauptwerke der russischen Literatur vor. Mit dabei sind außerdem Christina Links und Thomas Reschke, die die Übersetzung von Renate Reschke überarbeitet haben.

Buchcover: Suhrkamp / Insel Verlag

Eintritt: VVK 10 Euro (zzgl. VVK-Gebühr), AK 12 Euro. TICKETS sind vorab im Georg Büchner Buchladen (ohne VVK-Gebühr) & an der Abendkasse ab 19.30 Uhr erhältlich.

▼24.05.18 Michael Angele „Schirrmacher. Ein Portrait“▼

Michael Angele „Schirrmacher. Ein Portrait“

Moderation: Philipp Felsch

20.00 Uhr | Maschinenhaus in der Kulturbrauerei | Buchpremiere

Das erste Porträt des großen FAZ-Herausgebers, Journalisten & Erfolgsautors
Frank Schirrmachers Biographie ist vielleicht die letzte, die man exemplarisch nennen muss. Michael Angele (Jg. 1964), stellvertretender Chefredakteur des „Freitag“ und früherer Autor der „Berliner Seiten“ der FAZ, hat das erste Porträt des großen Herausgebers, Journalisten und Erfolgsautors Frank Schirrmacher (1959 bis 2014) geschrieben und zeichnet ein detailreiches Bild des Mannes, den man den „kindlichen Kaiser“ nannte, wie auch ein Panorama der Medienlandschaft und Debatten dieser Zeit, die Schirrmacher entscheidend mitbestimmte. In der deutschen Mediengeschichte ist Schirrmacher eine singuläre Erscheinung. Weit über seine Funktion als Herausgeber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ hinaus wirkte er als Bestsellerautor in die deutsche Öffentlichkeit und ihre Debatten hinein. Dabei verschränkten sich Machtwille und Lust am Diskurs, Aufklärung und Reaktion in spektakulärer Form. Schon zu Lebzeiten wurde er bei Eckhard Henscheid oder Rainald Goetz zur literarischen Figur, nicht zuletzt wegen seines Hangs zur Intrige und zur großen Geste. Schirrmacher, der Beamtensohn aus Wiesbaden, aufgewachsen als Anhänger von Thomas Mann und Helmut Kohl, endete als globaler Nerd des 21. Jahrhunderts, der sich im digitalen Kosmos wohler fühlte als in den deutschen Salons. Am 12. Juni 2014 starb er überraschend an Herzversagen. Im Maschinenhaus der Kulturbrauerei stellt Michael Angele sein im Aufbau Verlag erscheinendes Porträt gemeinsam mit dem Autor und Historiker Philipp Felsch erstmals in Berlin vor. Moderation: Philipp Felsch.

Buchcover: Aufbau Verlag

Eintritt: VVK 10 Euro (zzgl. VVK-Gebühr), AK 12 Euro. TICKETS sind zzgl. VVK-Gebühr online hier über Eventbrite & Eventim, an allen bekannten Vorverkaufsstellen, in der Kulturbrauerei und im Georg Büchner Buchladen (ohne VVK-Gebühr) erhältlich.

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▼30.07.18 Safia Monney „Harte Zeiten für echte Kerle“▼

Safia Monney „Harte Zeiten für echte Kerle“

Moderation: Edgar Rai. Sprecher: Niels Bruno Schmidt

19.00 Uhr | Palais in der Kulturbrauerei | Berliner Buchpremiere

Kultursommer in der Kulturbrauerei: Safia & die echten Kerle
Clemens ist Reporter bei einem Männer-Lifestyle-Magazin. Am liebsten berichtet er über alles, was echte Kerle anspricht: Extremsport, Monstertrucks, Grenzerfahrungen. Auf eine Beziehung hat er wenig Lust, einer Affäre ist er aber nicht abgeneigt. So auch, als er am Flughafen mit der faszinierenden Wayra zusammenstößt. Leider stellt sich heraus, dass Wayra seine neue Chefin ist. Sie will dem kriselnden Magazin eine neue Farbe geben, Stichwort: Der moderne Mann und seine Bedürfnisse. Clemens wird das Ressort „Beauty & Wellness“ übertragen, und als Bewährungsprobe soll er über den Kongress „Der sensible Mann“ berichten, der in einem Alpenresort stattfindet … In ihrem neuen Buch „Harte Zeiten für echte Kerle“ stellt die deutsch-französische Autorin Safia Monney (Jg. 1979) die Frage: Darf ein Mann noch ein Mann sein? Herausgekommen ist ein hochkomischer und unterhaltsamer Roman, der ein versiertes Spiel mit Geschlechterklischees betreibt. Im Rahmen des Kultursommers 2018 präsentiert sie gemeinsam mit Edgar Rai(Moderation) und Niels-Bruno Schmidt (Sprecher) ihren Roman auf der Dachterrasse des Palais in der Kulturbrauerei erstmals in Berlin. Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit dem Rowohlt Verlag.

Buchcover: Rowohlt Verlag

Der Eintritt ist frei.

▼28.08.18 Alexa Hennig von Lange „Kampfsterne“▼

Alexa Hennig von Lange „Kampfsterne“

20.00 Uhr | Maschinenhaus in der Kulturbrauerei | Buchpremiere

Wie kann sich das richtige Leben nur so falsch anfühlen?

1985 – Es ist ein verrückter, heißer Sommer, in dem Boris Becker Wimbledon gewinnt, vier Passagier ugzeuge innerhalb eines Monats abstürzen, alle großen Rockstars bei Live Aid für das hungernde Afrika singen und in einer Siedlung am Rand der Stadt drei Familien zu zerbrechen drohen. Ulla und Rainer. Rita und Georg. Ella und Bernhard. Drei Paare. Mütter und Väter. Sie wohnen in dänischem Design, fahren nach Südfrankreich in den Urlaub, schicken ihre Kinder zum Cello-Unterricht und zum Intelligenztest. Sie versuchen, sich als aufgeklärte und interessierte Menschen zu beweisen, die das richtige Leben führen. Wo wäre das leichter als in den sorgen- freien Achtzigerjahren der Bundesrepublik? Und warum funktioniert es trotzdem nicht? Die in Berlin lebende Autorin Alexa Hennig von Lange (Jg. 1973) erzählt anrührend, mitreißend und wahr die Geschichte einer Generation von Eltern, die ein freieres Miteinander wollten. Der Ideologien, denen sie folgten. Der Liebe, die sie verband. Der Ängste, die sie hatten. Der Kindheit, die sie sich für ihre Söhne und Töchter wünschten. Der Fehler, die sie machten. Der Entschlüsse, die ihre Kinder deshalb fassten. Gibt es einen Ort, an dem man größer scheitern kann als in den Erinnerungen seiner Kinder? Ein Roman über Freiheit und Liebe – zwischen Mann und Frau, zwischen Eltern und Kindern.

Buchcover: DuMont Verlag

Eintritt: VVK 10 Euro (zzgl. VVK-Gebühr), AK 12 Euro. TICKETS sind zzgl. VVK-Gebühr online hier über Eventbrite & Eventim, an allen bekannten Vorverkaufsstellen, in der Kulturbrauerei und im Georg Büchner Buchladen (ohne VVK-Gebühr) erhältlich.

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▼18.09.18 Nana Ektvimishvili „Das Birnenfeld“▼

Nana Ektvimishvili „Das Birnenfeld“

Moderation: Knut Elstermann

20.00 Uhr | Palais in der Kulturbrauerei | Buchvorstellung

Buchmessenschwerpunkt Georgien

Der Geschichtslehrer muss sterben, die Kinder sollen über das Birnenfeld in die Freiheit rennen – das ist Lelas Plan. Im Internat für geistig behinderte Kinder in Tbilisi, einem Relikt aus Sowjetzeiten, hat das zornige Mädchen die Rolle der Beschützerin übernommen. Die Lehrerinnen sind mit den »Debilen« überfordert. Behindert sind die wenigsten ihrer Schützlinge, im Stich gelassen, abgehängt sind sie alle. So mörderisch Lelas Hass auf den Geschichtslehrer, so schwesterlich ihr Verhältnis zu Irakli: Sie begleitet ihn in eine Hochhauswohnung in der Nachbarschaft, wo er einmal in der Woche mit seiner Mutter in Griechenland telefonieren darf. Irakli will nicht wahrhaben, was Lela längst weiß: Seine Mutter wird nie zurückkehren, sie wird ihn auch nicht zu sich holen. Lela zwingt ihn, Englisch zu lernen, unterstützt seine Hoffnung, nach Amerika zu gehen. Ein Traum, der eines Tages, als ein Ehepaar aus den Südstaaten anreist, wahrzuwerden droht. Es sind die rebellischen Mädchen und Frauen in der georgischen Gesellschaft, denen Nana Ektvimishvili (Jg. 1978) Gesicht und Stimme gibt. Gemeinsam mit Knut Elstermann (radioeins) stellt sie ihren Roman vor. Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit dem Suhrkamp Verlag. Moderation: Knut Elstermann.

Buchcover: Suhrkamp Verlag

Eintritt: VVK 10 Euro (zzgl. VVK-Gebühr), AK 12 Euro. TICKETS sind zzgl. VVK-Gebühr in Kürze online hier über Eventbrite & Eventim, an allen bekannten Vorverkaufsstellen, in der Kulturbrauerei und im Georg Büchner Buchladen (ohne VVK-Gebühr) erhältlich.

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▼24.09.18 Kathrin Gerlof „Nenn mich November“▼

Kathrin Gerlof „Nenn mich November“

20.00 Uhr | Palais in der Kulturbrauerei | Buchpremiere

Über die Halbwertzeit der Liebe & den Eigensinn der Hoffnung

Marthe und David befinden sich finanziell im freien Fall und müssen Privatinsolvenz anmelden. Notgedrungen ziehen sie an den Rand eines Dorfes in ein gerade noch bewohnbares Haus, das David geerbt hat. Selbst das Internet macht einen Bogen um die Gegend. Die wenigen verbliebenen Einwohner haben vergessen, wie man lebt. Das Dorf umzingelt von genmanipulierten Maisfeldern für Biogasanlagen scheint seine Seele verloren zu haben. Als in ehemaligen Zwangsarbeiterbaracken Flüchtlinge untergebracht werden, wird die Bevölkerung polarisiert. Marthe, geduldete Außenseiterin und unablässig auf der Suche nach den schlimmsten aller Nachrichten, erlebt, wie die Lethargie weicht. Nur David verstummt immer mehr, und eines Abends liegt ein Zettel auf dem Küchentisch. Die Journalistin und Autorin Kathrin Gerlof (Jg. 1962) hat einen großen Roman über den Verlust der Mitte und dem Leben am Rand vorgelegt.

Buchcover: Aufbau Verlag

Eintritt: VVK 10 Euro (zzgl. VVK-Gebühr), AK 12 Euro. TICKETS sind zzgl. VVK-Gebühr online hier über Eventbrite & Eventim, an allen bekannten Vorverkaufsstellen, in der Kulturbrauerei und im Georg Büchner Buchladen (ohne VVK-Gebühr) erhältlich.

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▼11.03.19 Andreas Altmann „In Mexiko. Reise durch ein hitziges Land“▼

Andreas Altmann „Mexiko. Reise durch ein hitziges Land“

20.00 Uhr | Palais in der Kulturbrauerei | Buchvorstellung

Mexiko – Paradies & Hölle

Mexiko, das glühende Land, dieser riesige Staat, der zuletzt durch den Streit um Trumps Mauer Schlagzeilen machte, wird von Andreas Altmann in seinem neuen Buch mit klarem Blick beschrieben. Altmann, einer der bekanntesten deutschen Reiseautoren, hat selbst eine Zeit lang in Mexiko gelebt, für sein Buch kehrte er zurück. Er reist für seine Reportage kreuz und quer durch die mexikanischen Bundesstaaten und erzählt von besonderen Orten und Menschen. Er sammelt Geschichten, die Hirn und Herz erfreuen, sie beglücken, sie traurig machen. Ein Land voller Widersprüche, voller Freude und Schrecken. Wie gewohnt lässt Altmann nichts aus, er schaut hin, er will wissen. Ein Buch, das den Leser mitreißt und zum Nachdenken und Mitfühlen einlädt.

Buchcover: Piper Verlag

Eintritt: VVK 10 Euro (zzgl. VVK-Gebühr), AK 12 Euro. TICKETS sind zzgl. VVK-Gebühr online hier über Eventbrite & Eventim, an allen bekannten Vorverkaufsstellen, in der Kulturbrauerei und im Georg Büchner Buchladen (ohne VVK-Gebühr) erhältlich.

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