Nach einem tollen Festival-März mit über 25 Veranstaltungen bedanken wir uns bei allen Autorinnen & Autoren, Moderatoren, Musikern, Sprechern, Verlagen, Unterstützern, Partnern, Sponsoren und natürlich bei all unseren Besuchern für ein wunderbares Literatur: BERLIN 2017!

 

Impressionen und Eindrücke aus diesem Festivalfrühjahr gibt es in Kürze an dieser Stelle. Im Verlauf des weiteren Jahres geht Literatur: BERLIN mit einer Reihe von Einzelveranstaltungen weiter. Infos zu den Veranstaltungen und zum Ticketing gibt es rechtzeitig an dieser Stelle und über unsere Facebook-Seite.

 

Ihr Team von Literatur: BERLIN

 

 

Veranstaltungen

▼26.04.17 Peter Böthig (Hg.) „Sprachzeiten. Der Literarische Salon von Ekke Maaß. Eine Dokumentation von 1978 bis 2016“▼

Peter Böthig (Hg.) „Sprachzeiten. Der Literarische Salon von Ekke Maaß. Eine Dokumentation von 1978 bis 2016“

20.00 Uhr | Georg Büchner Buchladen| Buchvorstellung

Buchvorstellung & Gespräch mit Ekke Maaß und Bert Papenfuß

 

Ekkehard Maaß, der im Zusammenhang mit der Biermann-Ausbürgerung von der Universität relegiert worden war, etablierte ab 1978 in seiner Wohnung in Berlin-Prenzlauer Berg einen Lite­rarischen Salon. Dieser entwickelte sich zu einem der wichtigsten Treffpunkte von Künstlern, die sich schon zehn Jahre vor dem Mauerfall von der kommunistischen Ideologie und den staatlichen Strukturen der DDR lossagten. Hier lasen junge Autoren wie Uwe Kolbe, Katja Lange, Bert Papenfuß, Eberhard Häfner, Hans-Eckardt Wenzel, Peter Brasch, Jan Faktor, Detlef Opitz und viele andere im Beisein von Elke Erb, Christa und Gerhard Wolf, Franz Fühmann oder Heiner Müller, die als Mentoren eine wichtige Schutzfunktion ausübten. Hier wirkte auch der Dichter und Stasimitarbeiter Sascha Anderson als wichtiger Initiator künstlerischer Projekte, gleichzeitig lieferte er seine Freunde der Stasi aus.

 

In Zusammenarbeit mit jungen Künstlern entstanden Einladungsgrafiken für die Lesungen sowie Künstlerbücher, die die Zensur unterliefen. An den Wänden des Salons hängen bis heute Bilder von Penck, Cornelia Schleime, Ralf Kerbach, Christine Schlegel, Hans Scheib, Gerd Sonntag neben Arbeiten von Künstlern aus Litauen, Tatarstan, Georgien und Usbekistan.

 

Im Hinterhaus gab es die Keramikwerkstatt von Wilfriede Maaß, die viele Künstler aus der Szene unterstützte, indem sie sie ihre Keramik bemalen und verkaufen ließ.

 

Seit den Achtzigerjahren öffnete sich der Salon auch Autoren und Künstlern aus Ost­europa: Es kamen Bulat Okudshawa, Andrej Bitow, Tschingis Aitmatow, Jewgeni Jewtuschenko, Wiktor Jerofejew, Wladimir Sorokin, Nino Haratischwili, der deutschsprachige geor­gische Schriftsteller Giwi Margwelaschwili und Apti Bisultanow. Aber auch Allen Ginsberg und Ernst Jandl besuchten die Schönfließer Straße 21.

 

Ekke Maaß, Gründer des Salons und Hausherr bis heute, ist ein vielgefragter Zeitzeuge, Liedersänger, literarischer Übersetzer, Publizist und in der von ihm geleiteten Deutsch-Kaukasischen Gesellschaft auch Menschenrechtsaktivist. Das Buch versucht, alle Facetten seines Wirkens zu würdigen.

 

Peter Böthig gehörte in den achtziger Jahren zur unabhängigen Literaturszene Berlins. Unter anderem war er Mitherausgeber der selbstverlegten literarischen Zeitschrift SCHADEN. 1986 Kündigung seiner Assistentenstelle an der Humboldt-Universität und schließlich 1988 Verhaftung durch die Staatssicherheit; Ausreise in die Bundesrepublik. Nach 1989 arbeitete und lehrte Dr. Peter Böthig an der Humboldt-Universität zu Berlin und an der University of Pittsburg; seit 1993 leitet er das Kurt-Tucholsky-Literaturmuseum auf Schloß Rheinsberg.

 

Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit dem Lukas Verlag.

 

Moderation: Hannes Schwenger

Eintritt: 5 Euro.  Karten sind direkt beim Veranstalter im Georg Büchner Buchladen oder an der Abendkasse erhältlich.

▼09.05.17 Emmanuelle Pirotte „Heute leben wir“▼

Emmanuelle Pirotte „Heute leben wir“

20.00 Uhr | Georg Büchner Buchladen | Lesung

Ein SS-Offizier rettet jüdisches Mädchen

 

Renée ist 6 oder 7, ganz genau weiß sie es nicht. Als elternloses jüdisches Mädchen wird sie im letzten Kriegswinter vor den Deutschen versteckt – bei den Nonnen, dem Pfarrer, den Bauern in den Ardennen. Bis sie dem SS-Offizier Matthias in die Hände fällt. Er verschwindet mit ihr im Wald, um sie zu erschießen, aber plötzlich nimmt alles einen ganz anderen Lauf. Dieses Mädchen mit den dunklen Augen wird Matthias Leben für immer verändern.

 

„Heute leben wir“ ist der erste Roman von Emmanuelle Pirotte und war ein großer Publikumserfolg in Frankreich, außerdem wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Die Autorin wurde von der Geschichte ihrer Großeltern, die im Zweiten Weltkrieg ein jüdisches Kind versteckten, inspiriert. „Heute leben wir“ wird verfilmt, die Dreharbeiten beginnen Anfang 2017. Emmanuelle Pirotte lebt in einem belgischen Dorf.

 

Übersetzung: Grete Osterwald wurde 1947 in Bielefeld geboren und lebt als freie Übersetzerin aus dem Englischen und dem Französischen in Frankfurt am Main. Sie erhielt u. a. 2001 den Übersetzerpreis des Verlages C.H.Beck und 2007 den Wilhelm-Merton-Preis für ihr umfangreiches Gesamtwerk.

 

Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit dem S. Fischer Verlag.

 

Moderation & Übersetzung: Isabel Kupski; deutscher Text: Wanja Mues

Eintritt: 10 Euro.  Karten sind vorab direkt beim Veranstalter im Georg Büchner Buchladen oder an der Abendkasse erhältlich.

▼17.05.17 Andrej Platonow „Die Baugrube“. Mit Gabriele Leupold▼

Andrej Platonow „Die Baugrube“. Mit Gabriele Leupold

20.00 Uhr | Georg Büchner Buchladen| Buchvorstellung & Lesung

Buchvorstellung mit Übersetzerin Gabriele Leupold

 

Am Rand einer großen Stadt heben Arbeiter eine riesige Grube aus, um ein „gemeinproletarisches Haus“ zu errichten. Vom Kriegsinvaliden über den Handlanger bis zum Ingenieur bildet sich unter den freiwilligen Sklaven eine Hierarchie, die den sozialen Verhältnissen in Stalins Sowjetunion ähnelt. Mit Nastja, dem Waisenkind, das sich nach seiner bourgeoisen Mutter sehnt, ist der „neue Mensch“ bereits unter ihnen. Doch am Ende wird es in der Baugrube beerdigt, dem kollektiven Grab, das sich die „Paradieserbauer“ (Brodsky) geschaufelt haben.

Andrej Platonows Helden setzen alle ihre Kräfte ein, die glückliche Zukunft der Menschheit durch ihrer Hände Arbeit herbeizuführen – und werden doch von der Wucht dieser Aufgabe erdrückt: Sie versinken in Schwermut, leiden an Erschöpfung und Grübelsucht oder gehen zugrunde, weil es in der neuen Ordnung der Dinge keinen Platz mehr für sie gibt. Die Sprache kann mit dem utopischen Denken nicht Schritt halten, der Boden entgleitet ihr unter den Füßen.

 

Wie kein zweiter Autor lässt Platonow die Atmosphäre einer Epoche spüren, die voll war von Utopien und Prophezeiungen einer künftigen Welt. Die russische Revolution, die alle Bereiche des Lebens in diesem riesigen Land erfasste, der Kampf um einen „neuen Himmel und eine neue Erde“, findet in seinem Werk einen unerhörten Ausdruck.

 

Auf der Grundlage der 2000 in Sankt Petersburg erschienenen, erstmals edierten gültigen Originalausgabe hat Gabriele Leupold, gerühmt für ihre Übersetzungen von Andrej Belyjs Petersburg und Warlam Schalamows Erzählungen aus Kolyma, eine neue deutsche Fassung des als unübersetzbar geltenden Buches erarbeitet, die sie im Georg Büchner Buchladen vorstellt.

 

In der Kategorie Übersetzung war „Die Baugrube“ für den Preis der Leipziger Buchmesse 2017 nominiert.

 

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Suhrkamp Verlag.

Eintritt: VVK 10 Euro / AK 12 Euro. Karten sind vorab direkt beim Veranstalter im Georg Büchner Buchladen oder an der Abendkasse erhältlich.

▼06.10.17 Sybille Hein „Vorwärts küssen, rückwärts lieben“▼

Sybille Hein „Vorwärts küssen, rückwärts “

20.00 Uhr | Palais in der Kulturbrauerei | Lesung

Auch große Liebesgeschichten können schräg sein …

 

Eigentlich wollte Pia sich nie wieder in einen Schönling verlieben. Eigentlich sollte es ein Sommer werden, in dem Mückenstiche und Fruchtfliegen zu ihren größten Herausforderungen zählen. Aber dann steht August vor ihr. Charmant, schlagfertig und sexy wie Ryan Gosling. Selbst Pias dicker Kater ist entzückt. Während Pia schon anfängt, ihr Luftschloss einzurichten, und hundert rosa Fähnchen hisst, bleibt ihr bester Freund Eddi skeptisch. Wie oft musste er miterleben, dass aus Pias Zuckerwatteherz ein dicker Teerklumpen wird. Er ist ganz sicher: Pia braucht keinen Traumprinzen an ihrer Seite, sondern einen Kumpeltypen zum Anfassen. Denn ohne Freundschaft bleibt jede Liebe immer nur eine Luftnummer. Und tatsächlich: Das Leben hält in Liebesdingen eine zauberhafte Überraschung für Pia bereit – im wahrsten Sinne des Wortes!

Foto: © Nadja Ritter

Eintritt: VVK 10 Euro (zzgl. VVK-Gebühr) / AK 12 Euro. TICKETS sind in Kürze online hier über Ticketscript & über Eventim, an allen bekannten Vorverkaufsstellen, in der Kulturbrauerei und im Georg Büchner Buchladen erhältlich.

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▼17.10.17 Ingo Schulze „Peter Holtz. Sein glückliches Leben erzählt von ihm selbst“▼

Ingo Schulze „Peter Holtz. Sein glückliches Leben erzählt von ihm selbst“

20.00 Uhr | Palais in der Kulturbrauerei | Lesung

Vom Waisenkind zum Millionär. Wie konnte das so schiefgehen?

 

Peter Holtz will das Glück für alle. Schon als Kind praktiziert er die Abschaffung des Geldes, erfindet den Punk aus dem Geist des Arbeiterliedes und bekehrt sich zum Christentum. Als CDU-Mitglied (Ost) kämpft er für eine christlich-kommunistische Demokratie. Doch er wundert sich: Der Lauf der Welt widerspricht aller Logik. Seine Selbstlosigkeit belohnt die Marktwirtschaft mit Reichtum. Hat er sich für das Falsche eingesetzt? Oder für das Richtige, aber auf dem falschen Weg? Und vor allem: Wie wird er das Geld mit Anstand wieder los? Peter Holtz nimmt die Verheißungen des Kapitalismus beim Wort. Mit Witz und Poesie lässt Ingo Schulze eine Figur erstehen, wie es sie noch nicht gab, wie wir sie aber heute brauchen: in Zeiten, in denen die Welt sich auf den Kopf stellt.

 

Moderation: Elisabeth Ruge.

Foto: (c) Gaby Gerster

Eintritt: VVK 10 Euro (zzgl. VVK-Gebühr) / AK 12 Euro. TICKETS sind in Kürze online hier über Ticketscript & über Eventim, an allen bekannten Vorverkaufsstellen, in der Kulturbrauerei und im Georg Büchner Buchladen erhältlich.

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