Im Frühjahr 2019 lädt das Festival Literatur: BERLIN vom 22. März bis 6. April erneut Autorinnen und Autoren aus dem In- und Ausland dazu ein, gemeinsam mit ihren Verlagen ihre aktuellen Neuerscheinungen in der Kulturbrauerei, im Georg Büchner Buchladen und in der Buchhandlung Kunst Buch Kollwitzplatz vorzustellen. Das Vorprogramm für die nunmehr fünfte Auflage unserer Veranstaltungsreihe startet bereits im Februar. Infos zu den Einzelveranstaltungen und zum Ticketing finden Sie hier und auf unserer Facebook-Seite!

Festivalveranstaltungen

▼22.03.19 Empfang & Festivalauftakt: „Das Herz verlässt keinen Ort, an dem es hängt“ ▼

Empfang & Festivalauftakt:
„Das Herz verlässt keinen Ort, an dem es hängt“

Moderation: Annika Reich.

20.00 Uhr | Palais in der Kulturbrauerei | Empfang & Buchvorstellung

Mit Tanja Dückers, Svenja Leiber, Mariam Meetra (Afghanistan), Widad Nabi (Syrien) und Annika Reich

Weitermachen, Weiterreden, Weiterschreiben. Das ist der dringliche Appell, den die Prosa, Lyrik und Essays des von Lina Muzur und Annika Reich im Ullstein Verlag herausgegebenen Bandes „Das Herz verlässt keinen Ort, an dem es hängt“ aussenden. Sie bilden einen Dialog über künstlerisches Schaffen im Exil ab, den die aus Krisengebieten im Nahen Osten nach Europa geflüchteten Autorinnen und Autoren mit namhaften deutschen Schriftstellerinnen und Schriftstellern führen. Alle hier genannten Schreibenden mussten ihre Heimat verlassen. Nun wollen sie vor allem eins: weiterschreiben. Ihre Texte kreisen um Erinnerung und Vergegenwärtigung, Verlust und Identität, Liebe und Begehren, Hoffnungen und Enttäuschungen. Sie bieten berührende Einblicke in die Biografien der Autorinnen und Autoren und ihre Vorstellungswelten, die sie mit ihren Tandempartern diskutieren. Im Rahmen eines öffentlichen Empfangs zum Festivalauftakt von Literatur: BERLIN 2019 stellen Tanja Dückers, Svenja Leiber und Miriam Meetra, Widad Nabi gemeinsam mit der Herausgeberin Annika Reich (Moderation) die Anthologie auf Arabisch und Deutsch (inklusive Übersetzung) vor. Die Präsentation einer Auswahl von Bildern und Illustrationen der Künstler ergänzen zusammen mit Musikeinspielungen die Veranstaltung. Moderation: Annika Reich.

Buchcover: Ullstein Verlag

 

Der Eintritt ist frei.

▼25.03.19 Miriam Toews „Die Aussprache“▼

Miriam Toews „Die Aussprache“ (Übersetzung: Monika Baark)

Moderation: Shelly Kupferberg. Deutscher Text: Anne Lebinsky

20.00 Uhr | Maschinenhaus in der Kulturbrauerei | Berliner Buchpremiere

Unverhoffte Einblicke in eine verschlossene Welt

 

Sie sind acht Mütter, Töchter, Ehefrauen. Jahrelang wurden sie von den Männern der Mennonitengemeinde, in der sie leben, nachts betäubt und vergewaltigt. Während ihre Peiniger vor Gericht stehen, tre en sie sich heimlich und beraten: Was sollen sie tun? Trotz allem vergeben und weiterleben wie bisher? Würde die Gegenwart der Männer nicht Öl ins Feuer ihrer zum Teil mörde­ rischen Gedanken gießen und sie zwingen, ihren friedfertigen Glauben zu verraten? Bleibt ihnen also nur, fortzugehen? Vielleicht ist Vergebung tatsächlich nur aus der Distanz möglich. 48 Stunden lang sind die Männer fort. 48 Stunden, die den Frauen bleiben, um eine existenzielle Entscheidung zu tre en, deren Folgen unwägbar sind, denn „wenn wir uns befreit haben, werden wir uns fragen müssen, wer wir sind“.  Vehemenz, Schärfe sowie unerschütterliche Leichtigkeit und absolut resilienter Humor sind Miriam Toews’ erzählerische Markenzeichen. Ihr neuer Roman „Die Aussprache“ (Übersetzung: Monika Baark) ermöglicht dem Leser unverhoffte Einblicke in eine ansonsten verschlossene Welt und spricht jene Gedanken aus, die uns alle bewegen und angehen. Gemeinsam mit Shelly Kupferberg stellt sie ihr Buch erstmals in Berlin vor. Moderation: Shelly Kupferberg. Deutscher Text: Anne Lebinsky.

 

Eine Veranstaltung in Kooperation und mit freundlicher Unterstützung der Botschaft von Kanada in Deutschland.

 

Miriam Toews, geboren 1964 in Steinbach/Manitoba, ist eine der profiliertesten kanadischen Autorinnen. Sie studierte Filmwissenschaften und Journalismus und arbeitete für Presse und Rundfunk. Mit ihrem Roman „Ein komplizierter Akt der Liebe“ (2004) wurde sie international bekannt. Für „Die fliegenden Trautmans“ und „Das gläserne Klavier“ erhielt sie u. a. den Rogers Writers’ Trust Fiction Prize. Sie lebt und arbeitet in Winnipeg.

Buchcover: Hoffmann und Campe Verlag

 

Eintritt: VVK 10 Euro (zzgl. VVK-Gebühr), AK 12 Euro. TICKETS sind zzgl. VVK-Gebühr online hier über Eventbrite & Eventim, an allen bekannten Vorverkaufsstellen und in der Kulturbrauerei sowie ohne VVK-Gebühr im Georg Büchner Buchladen erhältlich.

eventbrite

eventim

▼25.03.19 Isabelle Lehn „Frühlingserwachen“ & Simone Meier „Kuss“▼

Isabelle Lehn „Frühlingserwachen“ & Simone Meier „Kuss“

Moderation: Veronika Peters

20.00 Uhr | Georg Büchner Buchladen | Doppellesung

Der schöne Schein moderner Existenzen & Selbstbefragungen über das gute Leben

 

Isabelle Lehn schreibt über eine Frau namens Isabelle Lehn – eine Frau im freien Fall: Muss sie alles wollen, was möglich ist? Da scheitert, da kämpft eine junge Frau mit den eigenen Zielen, den Erwartungen der Gesellschaft und mit dem Kinderkriegen. Was, wenn man nicht jede Chance ergreifen will? Isabelle Lehn geht tief hinein in diese Selbstbefragung. Poetisch, selbstironisch, komisch und herrlich offen schildert sie das Leben von Isabelle, ihren Freundeskreis und das Arbeitsumfeld – bis sie an den Grund stößt, dahin kommt, wo es sie existentiell schmerzt. Und da versteht sie: Das Leben ist gut. Wir müssen uns nicht daran messen, wie wir es uns vorgestellt haben. Isabelle Lehn, geboren 1979 in Bonn, lebt heute in Leipzig und führt auf den ersten Blick ein erfolgreiches Leben: promovierte Rhetorikerin, Autorin des mehrfach ausgezeichneten Debütromans „Binde zwei Vögel zusammen“, Dozentin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Alles andere ist Auslegungssache.

 

Gerda und Yann sind urbane Thirtysomethings und gerade in ein heruntergekommenes altes Haus am Stadtrand gezogen. Gerda ist arbeitslos, investiert ihre ganze Energie ins Einrichten – und in eine fixe Idee: Sie leistet sich eine imaginäre Affäre. Diese ist erst nur ein Spiel, doch dann beginnt sie Gerda mit aller Macht zu verzehren. Yann lernt ein rätselhaftes Mädchen voller Forderungen kennen. Und die Nachbarin Valerie, Anfang fünfzig und Journalistin, steht nach einem One-Night-Stand mit einem Jungunter- nehmer plötzlich vor der Frage, ob das Leben für sie ausgerechnet jetzt noch einmal neu beginnt. Von drei möglichen Liebesgeschichten finden mindestens eineinhalb nur in der Fantasie statt. Doch dann kommt alles zusammen, und aus einem Zufall wird ein Unfall. Mit schonungslosem Blick, Witz und etwas Melancholie seziert die in Zürich lebende Autorin und Journalistin Simone Meier (Jg. 1970) in ihrem neuen Roman „Kuss“ den schönen Schein moderner Existenzen und Beziehungen, bis nicht mehr nur die Fassaden bröckeln, sondern das ganze Fundament zu beben beginnt. Nach einem Studium der Germanistik, Amerikanistik und Kunstgeschichte arbeitete Simone Meier zunächst als Kulturredakteurin, erst bei der „WochenZeitung“, dann beim „Tages-Anzeiger“, seit 2014 beim Newsportal watson.ch. Sie hat diverse Preise und Stipendien gewonnen. Ihr Romandebüt „Mein Lieb, mein Lieb, mein Leben“ erschien 2002, ihr letzter Roman „Fleisch“ 2017.

 

Im Rahmen einer Doppellesung stellen beide Autorinnen ihre neuen Romane im Georg Büchner Buchladen vor. Moderation: Veronika Peters

Buchcover: S. Fischer Verlag / Kein & Aber Verlag

Eintritt: VVK 10 Euro (zzgl. VVK-Gebühr), AK 12 Euro. TICKETS sind zzgl. VVK-Gebühr online hier über Eventbrite & Eventim, an allen bekannten Vorverkaufsstellen und in der Kulturbrauerei sowie ohne VVK-Gebühr im Georg Büchner Buchladen erhältlich.

eventbrite

eventim

▼26.03.19 Regina Scheer „Gott wohnt im Wedding“▼

Regina Scheer „Gott wohnt im Wedding“

Moderation: Gabriele von Arnim

20.00 Uhr | Palais in der Kulturbrauerei | Berliner Buchpremiere

Ein Haus, ein Jahrhundert, so viele Lebensgeschichten.

 

Alle sind sie untereinander und schicksalhaft mit dem ehemals roten Wedding verbunden, diesem ärmlichen Stadtteil in Berlin. Mit dem heruntergekommenen Haus dort in der Utrechter Straße. Leo, der nach 70 Jahren aus Israel nach Deutschland zurückkehrt, obwohl er das eigentlich nie wollte. Seine Enkelin Nira, die Amir liebt, der in Berlin einen Falafel-Imbiss eröffnet hat. Laila, die gar nicht weiß, dass ihre Sinti-Familie hier einst gewohnt hat. Und schließlich die alte Gertrud, die Leo und seinen Freund Manfred 1944 in ihrem Versteck auf dem Dachboden entdeckt, aber nicht verraten hat. Regina Scheer, die großartige Erzählerin deutscher Geschichte, hat die Leben ihrer Protagonisten zu einem literarischen Epos voller Wahrhaftigkeit und menschlicher Wärme verwoben. Ihren neuen Roman „Gott wohnt im Wedding“ stellt sie im Palais der Kulturbrauerei erstmals in Berlin vor. Moderation: Gabriele von Arnim.

 

Regina Scheer, 1950 in Berlin geboren, studierte Theater- und Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität. Von 1972 bis 1976 arbeitete sie bei der Wochenzeitschrift „Forum“. Danach war sie freie Autorin von Reportagen, Essays und Liedtexten und Mitarbeiterin der Literaturzeitschrift „Temperamente“. Nach 1990 wirkte sie an Ausstellungen, Filmen und Anthologien mit und veröffentlichte mehrere Bücher zur deutsch-jüdischen Geschichte. Für ihren ersten viel beachteten Roman „Machandel“ erhielt sie 2014 den Mara-Cassens-Preis.

Buchcover: Penguin Verlag

Eintritt: VVK 10 Euro (zzgl. VVK-Gebühr), AK 12 Euro. TICKETS sind zzgl. VVK-Gebühr online hier über Eventbrite & Eventim, an allen bekannten Vorverkaufsstellen und in der Kulturbrauerei sowie ohne VVK-Gebühr im Georg Büchner Buchladen erhältlich.

eventbrite

eventim

▼26.03.19 Marion Brasch „Lieber woanders“▼

Marion Brasch „Lieber woanders“

20.00 Uhr | Bibliothek am Wasserturm | Buchvorstellung

Augenblicke, die über Glück & Unglück entscheiden.

 

Toni und Alex kennen sich nicht und sind doch auf verhängnisvolle Weise miteinander verbunden. Toni leidet unter dem Verlust ihres kleinen Bruders, für dessen Tod sie sich verantwortlich macht. Alex führt ein Doppelleben und trägt an einer Schuld, über die er nie gesprochen hat. 24 Stunden bewegen sich die beiden aufeinander zu, bis sich ihre Wege trotz skurriler Begegnungen und komischer Zwischenfälle schließlich kreuzen. Marion Brasch erzählt diese Geschichte vom Leben und Überleben in einem klaren, aufmüpfigen und warmen Ton und mit großem Gespür für die Augenblicke, die über Glück oder Unglück entscheiden.

 

Marion Brasch wurde 1961 in Berlin geboren. Nach dem Abitur arbeitete die gelernte Schriftsetzerin in einer Druckerei, bei verschiedenen Verlagen und beim Komponistenverband der DDR, später fürs Radio. Bei S. Fischer erschienen die Romane »Ab jetzt ist Ruhe« und »Wunderlich fährt nach Norden«.

 

Der Eintritt ist frei.

Buchcover: S. Fischer Verlag

▼27.03.19 100 Jahre Frauenwahlrecht, 1 Jahr #MeToo: Feminismus gestern & heute▼

100 Jahre Frauenwahlrecht, 1 Jahr #MeToo: Feminismus gestern & heute.

Eine Bestandsaufnahme mit Erica Fischer und Julia Korbik

Moderation: Stefanie Lohaus

19.30 Uhr | Palais in der Kulturbrauerei | Diskussion

Zwischenbilanz & Perspektiven des Feminismus

 

Literatur: BERLIN nimmt 100 Jahre Frauenwahlrecht, 1 Jahr #MeToo-Debatte und den zeitnahen Weltfrauentag am 8. März zum Anlass, um Fort- und Rückschritte sowie Kontinuitäten und Brüche im Engagement von und für Frauen in Staat, Gesellschaft und Kultur auszuleuchten. Im Rahmen eines generationsübergreifenden Gesprächs nehmen mit Erica Fischer und Julia Korbik zwei Vertreterinnen des „alten“ und „neuen“ Feminismus eine Bestandsaufnahme vor und tauschen sich über vergangene und aktuelle Ziele, Entwicklungen, Veränderungen und nach wie vor offene Fragen der Gleichberechtigung und Selbstbestimmung von Frauen aus.

 

Die freie Journalistin, Autorin und Übersetzerin Erica Fischer (Jg. 1943) wuchs in Wien auf und studierte am dortigen Dolmetschinstitut, 1972 war sie eine der Mitbegründerinnen der autonomen Wiener Frauenbewegung. In „Feminsimus Revisited“, einer Mischung aus autobiografischem Essay einer Feministin der ersten Stunde und Porträts junger Frauen, macht Erica Fischer deutlich, dass viele Entdeckungen von damals heute zwar Alltagswissen geworden sind, doch die Missstände selbst keineswegs der Vergangenheit angehören. Sie fragt sich, wie dieser Umstand das Denken und Handeln junger Frauen heute prägt, und findet, dass ein (neuer) selbstbewusster Feminismus, der mehr ist als Quoten und Frauen in Aufsichtsräten, immer noch auf der Tagesordnung steht. Die studierte Kommunikationswissenschaftlerin und Journalistin Julia Korbik (Jg. 1988) befasst sich in ihren Veröffentlichungen mit Politik und Popkultur aus feministischer Sicht. Ihre Bücher werfen einen frischen Blick auf Ikonen des Feminismus wie etwa Simone de Beauvoir („Oh,Simone!“) und schärfen gleichzeitig die Wahrnehmung  für strukturelle Ungleichheiten, einengende Denkmuster und internalisierte Rollenbilder, denen junge Frauen nach wie vor ausgesetzt sind („Stand Up“). Mit „How to be a girl“ hat sie nun einen Ratgeber vorgelegt, der sowohl ein moderner Wegweiser durch den aktuellen Debatten-Dschungel als auch ein radikales Plädoyer für Selfcare und Gleichberechtigung ist. Sie richtet sich an Mädchen und junge Frauen, die sich wundern, warum es bestimmte Regeln scheinbar nur für ein Geschlecht gibt, und ihr eigenes Ding durchziehen (wollen).

 

Das Gespräch mit Erica Fischer und Julia Korbik im Palais in der Kulturbrauerei moderiert Stefanie Lohaus vom Missy Magazin. Moderation: Stefanie Lohaus.

Buchcover: Berlin Verlag /  Thienemann-Esslinger Verlag

Eintritt: VVK 10 Euro (zzgl. VVK-Gebühr), AK 12 Euro. Schüler/-innen & Studierende ermäßigt 6 Euro (VVK zzgl. Gebühr) & 8 Euro (AK). Schulklassen ermäßigt 5 Euro pro Person, Anmeldung unter info@literatur.berlin. TICKETS sind zzgl. VVK-Gebühr online hier über Eventbrite & Eventim, an allen bekannten Vorverkaufsstellen und in der Kulturbrauerei sowie ohne VVK-Gebühr im Georg Büchner Buchladen erhältlich.

eventbrite

eventim

▼28.03.19 Harald Hauswald & Christoph Dieckmann „Like A Rolling Stone“▼

Harald Hauswald & Christoph Dieckmann „Like A Rolling Stone. Dylan, Cocker, Springsteen – Weltstars in der DDR“

Moderation: Marie Kaiser (radioeins/rbb)

19.00 Uhr | Museum in der Kulturbrauerei | Buchvorstellung & Gespräch

Die Freiheitskraft des Rock ´n´ Roll.

 

Für ostdeutsche Rock-Fans fiel die Mauer nicht erst 1989, sondern bereits zwei Jahre zuvor. Plötzlich durften Welt-Stars aus dem Westen in Ost-Berlin auftreten. Hunderttausende junge Menschen aus der gesamten DDR strömten zusammen und feierten ihre Idole. Die unvergesslichen Konzerte von Bob Dylan im Treptower Park oder Bruce Springsteen auf der Radrennbahn in Weißensee blieben prägende Erfahrungen vieler, vor allem junger Menschen in der DDR. Zwei der wichtigsten Chronisten der späten DDR erlebten diese legendären Rock-Wallfahrten hautnah mit. Der Fotograf und spätere Mitbegründer der Bildagentur Ostkreuz Harald Hauswald (Jg. 1954) fing das begeisterte Publikum in atmosphärisch dichten Bildern ein und fotografierte die Musiker aus einer Nähe, die heute kaum mehr denkbar wäre. Gesammelt sind eine Auswahl seiner Aufnahmen nun in dem im Jaron Verlag erschienenen Text-Foto-Buch „Like A Rolling Stone“.  Ergänzt werden seine Bilder durch zeitgenössische Reportagen und einen aktuellen Essay des vielfach ausgezeichneten Publizisten „Zeit“-Journalisten Christoph Dieckmann (Jg. 1956), der über die politischen Hintergründe berichtet und anschaulich von der Freiheitskraft des Rock´n´Roll erzählt. Gemeinsam stellen beide Beteiligten ihr Buch in der Kulturbrauerei vor. Eine Auswahl an Bildern wird begleitend zum Gespräch ausgestellt. Moderation: Marie Kaiser (radioeins/rbb).

 

Die Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen Literatur: BERLIN und dem Museum in der Kulturbrauerei.

 

Der Eintritt ist frei.

Buchcover: Jaron Verlag

▼28.03.19 Ernst Piper „Rosa Luxemburg. Ein Leben“▼

Ernst Piper „Rosa Luxemburg. Ein Leben“

20.00 Uhr | Georg Büchner Buchladen | Buchvorstellung

Leben & Wirken einer politischen Ikone

 

Rosa Luxemburg, 1871 im russischen Teil Polens geboren, gehörte vielen Minderheiten an. Sie kam aus einem jüdischen Elternhaus, perfektionierte erst während ihres Studiums in Zürich die deutsche Sprache, fand mithilfe einer Scheinehe in Deutschland ihre politische Heimat, war auf SPD-Parteitagen die einzige Frau mit einem Doktortitel und engagierte sich als rastlose Kämpferin für die europäische Arbeiterbewegung in nicht weniger als sieben verschiedenen sozialistischen Parteien.

 

Luxemburg war die bedeutendste marxistische Denkerin ihrer Zeit. Bis zu ihrer Ermordung im Januar 1919 kämpfte sie für die Diktatur des Proletariats, aber zugleich gegen den autoritären Zentralismus Lenins, weshalb sie auch die Gründung der Kommunistischen Internationale ablehnte. Ihre Revolutionstheorie, ihr Freiheitsbegriff und ihr unbedingter Internationalismus ließen sie zur Ikone des weltweiten Protests der 1968er-Bewegung werden. Ihr berühmter Satz „Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden“ wurde eine Parole der Bürgerrechtler in der untergehenden DDR. In ihrer Gedanken- und Ideenwelt ist vieles zu finden, was auch heute, in einer Zeit des wieder erwachenden Nationalismus, anregend und wichtig ist.

 

Anlässlich des 100. Todestages von Rosa Luxemburg stellt der Historiker Ernst Piper seine umfassende Biografie über das Leben und Wirken der politischen Ikone im Georg Büchner Buchladen vor.

 

Ernst Piper, geboren am 29. März 1952 in München. 1972 bis 1981 Studium der Geschichte und Germanistik. Promotion mit dem Hauptfach Mittelalterliche Geschichte. Langjährige Verlagstätigkeit, darunter im Piper Verlag und Pendo Verlag. Zahlreiche Publikationen. Unter anderem Herausgeber des „Historikerstreits“ und Initiator der Vortragsreihen „Der neue alte Rechtsradikalismus“ (1993) und „Kein Schlussstrich. Gegen das Vergessen“ (1996). Seit 2003 Leiter der Abteilung für Holocaust-Studien am Moses Mendelsohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien an der Universität Potsdam. Ernst Piper lebt mit seiner Familie in Berlin.

Buchcover: Blessing Verlag

Eintritt: VVK 10 Euro (zzgl. VVK-Gebühr), AK 12 Euro. TICKETS sind zzgl. VVK-Gebühr in Kürze online hier über Eventbrite & Eventim, an allen bekannten Vorverkaufsstellen und in der Kulturbrauerei sowie ohne VVK-Gebühr im Georg Büchner Buchladen erhältlich.

eventbrite

eventim

▼29.03.19 Maxim Leo „Wo wir zu Hause sind“▼

Maxim Leo „Wo wir zu Hause sind.
Die Geschichte meiner verschwundenen Familie“

Moderation: Thomas Sparr

20.00 Uhr | Palais in der Kulturbrauerei | Buchvorstellung

 

DER VORVERKAUF IST AUSGEBUCHT.  RESTKARTEN AN DER ABENDKASSE!

Nach „Haltet euer Herz bereit“ eine weitere packende Familiengeschichte des Bestseller-Autors Maxim Leo

 

Nach Israel gingen Irmgard und Hans, zwei Berliner Jura-Studenten, die 1934 ins gelobte Land auswanderten und in einem Kibbuz unweit der Golan-Höhen ihre Kinder großzogen. In England trifft Maxim Leo die Familie von Hilde, die als Schauspielerin in kleinen Theatern arbeitete und in jungen Jahren Fritz Fränkel heiratete, Gründer der KPD, Freund Walter Benjamins, mit dem sie nach Frankreich emigrierte. Später floh Hilde mit ihrem Sohn nach London, wo sie es bis zur Millionärin brachte. In Frankreich wohnt Leos Tante Susi, deren Mutter Ilse im Internierungslager Gurs ihre große Liebe kennenlernte und bis zum Kriegsende im Untergrund lebte. Auf der Suche nach der Vergangenheit seiner Familie entdeckt Maxim Leo eine Zusammengehörigkeit, die keine Grenzen kennt. Und auch seine Cousins und Cousinen, die Enkel von Irmgard, Hilde und Ilse, spüren eine seltsame Verbindung zu ihrer verlorenen Heimat. Es zieht sie zurück nach Berlin, in die Stadt ihrer Vorfahren, die sie neu entdecken und erfahren. Nach „Haltet euer Herz bereit“ legt der Journalist und Bestseller-Autor Maxim Leo erneut eine packende Familiengeschichte vor, spannend und herzergreifend. Die wahre Geschichte einer jüdischen Familie, die auf der Flucht vor den Nazis in alle Winde zerstreut wurde und deren Kinder und Enkel zurückfinden nach Berlin, in die Heimat ihrer Vorfahren.

 

Maxim Leo, 1970 in Ost-Berlin geboren, ist gelernter Chemielaborant, studierte Politikwissenschaften, wurde Journalist. Heute schreibt er Kolumnen für die “Berliner Zeitung”, gemeinsam mit Jochen Gutsch Bestseller über sprechende Männer und Alterspubertierende, außerdem Drehbücher für den “Tatort”. 2006 erhielt er den Theodor-Wolff-Preis. Für sein autobiografisches Buch “Haltet euer Herz bereit” wurde er 2011 mit dem Europäischen Buchpreis ausgezeichnet. 2014 erschien sein Krimi “Waidmannstod. Der erste Fall für Kommissar Voss”, 2015 “Auentod”. Maxim Leo lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Berlin.

Buchcover: Kiepenheuer & Witsch Verlag

Eintritt: VVK 10 Euro (zzgl. VVK-Gebühr), AK 12 Euro. TICKETS sind zzgl. VVK-Gebühr online hier über Eventbrite & Eventim, an allen bekannten Vorverkaufsstellen und in der Kulturbrauerei sowie ohne VVK-Gebühr im Georg Büchner Buchladen erhältlich.

eventbrite

eventim

▼01.04.19 Wolfgang Martin „Sagte mal ein Dichter. Holger Biege“▼

Wolfgang Martin „Sagte mal ein Dichter. Holger Biege“

Moderation: Ulf Drechsel. Musikalische Begleitung: Thomas Putensen

20.00 Uhr | Maschinenhaus in der Kulturbrauerei | Buchpremiere mit Musik

Das Leben eines Ausnahmekünstlers

 

In der DDR galt der 1952 in Greifswald geborene Pianist, Sänger, Komponist und Arrangeur als „genialer Ausnahmekünstler“. Schon in frühester Kindheit erlernte er autodidaktisch das Klavierspielen und Komponieren. Holger Biege hörte früh die großen Werke der klassischen Musik, war begeistert von den Beatles, inspiriert vom amerikanischen Soul und der Neuen Musik. Seine beiden Amiga-Alben „Wenn der Abend kommt“ und „Circulus“ gehören zum Besten der DDR-Popgeschichte. 1983 übersiedelte der hochsensible Musiker, gescheitert an der Zensur und den administrativen Schranken des DDR-Kulturbetriebs, in die Bundesrepublik nach Hamburg. Auch da erlebte er Enttäuschungen. Jetzt resignierte Holger Biege vor dem kompromisslosen Kommerz des Musikmarktes. Nach dem Mauerfall kam der triumphale Rückzug zu seinen Fans im Osten. Und als er 2012 noch ein drittes Mal durchstarten will, ereilt ihn und seiner Familie der schwere Schicksalsschlag einer  ihm sechs Jahre später den Tod bringenden Krankheit. Mit Hilfe seiner Frau Cordelia Biege und seines Bruders Gerd-Christian Biege schildert der Autor und Musikjournalist Wolfgang Martin in „Sagte mal ein Dichter“ die „Achterbahnfahrt“ des Lebens seines Freundes Holger Biege. Gemeinsam mit Ulf Drechsel (Moderation) und dem Schauspieler & Musiker Thomas Putensen stellt er sein aktuelles Buch im Rahmen einer  musikalischen Lesung im Maschinenhaus der Kulturbrauerei erstmals in Berlin vor. Moderation: Ulf Drechsel. Musikalische Begleitung: Thomas Putensen.

Wolfgang Martin, Autor und Redakteur, geboren 1952 in Luckenwalde, nach Abitur, Berufsausbildung und zwei Semestern Journalistik-Studium in Leipzig verschiedene Jobs als DJ/Discjockey und freier Autor, ab 1976 Redakteur und Moderator in der Redaktion Jugendmusik von Stimme der DDR, ab 1982 Redaktionsleiter, 1986 Leiter der Musikredaktion vom JUGENDRADIO DT 64, ab 1992 beim Ostdeutschen Rundfunk Brandenburg (heutiger RBB), von 2003 bis 2017 Musikchef bei Antenne Brandenburg.

Eine Kooperation mit rockradio.de.

Buchcover: Bild und Heimat Verlag

Eintritt: VVK 10 Euro (zzgl. VVK-Gebühr), AK 12 Euro. TICKETS sind zzgl. VVK-Gebühr online hier über Eventbrite & Eventim, an allen bekannten Vorverkaufsstellen und in der Kulturbrauerei sowie ohne VVK-Gebühr im Georg Büchner Buchladen erhältlich.

eventbrite

eventim

▼02.04.19 30 Jahre Mauerfall: Wie hat Deutschland sich verändert?▼

30 Jahre Mauerfall: Wie hat Deutschland sich verändert?

Mit Jana Simon, Ines Geipel und Andrea Römmele

Moderation: Robert Ide (Der Tagesspiegel)

19.00 Uhr | Museum in der Kulturbrauerei| Diskussion

Eine Bestandsaufnahme der innerdeutschen Verältnisse.

 

Welche Kontinuitäten, Brüche und Veränderungen kennzeichnen das gesamtdeutsche Zusammenleben 30 Jahre nach dem Mauerfall? Die drei Autorinnen Jana Simon, Ines Geipel und Andrea Römmele nehmen aus unterschiedlichen Blickwinkeln eine gemeinsame Bestandsaufnahme der innerdeutschen Verhältnisse vor und suchen Antworten auf die Frage, wie sich das Nachwendedeutschland insbesondere in den letzten Jahren verändert hat und wo es hinsteuert.

 

Die Journalistin Jana Simon (Jg. 1972) zeichnet in ihrem neuen Buch „Unter Druck“ anhand verschiedener Lebensgeschichten ein differenziertes gesamtdeutsches Panorama, das die Wucht der Veränderung in den letzten Jahren eindrücklich reflektiert und wiedergibt, wie es sich anfühlt, heute in Deutschland zu leben. Ausgehend von ihrer eigenen Familiengeschichte untersucht die Schriftstellerin und ehemalige Weltklasse-Sprinterin Ines Geipel (Jg. 1960) in „Umkämpfte Zone“, wie gerade im  Osten Deutschlands die breite Zustimmung zu rechtsextremem Gedankengut und der Hass auf Staat und Gesellschaft an alte Mythenbildungen, Schweigegeboten und einer kollektiven Vergessenspolitik aus der DDR anknüpfen. Andrea Römmele (Jg. 1967), Professorin für Kommunikation in Politik und Zivilgesellschaft an der Hertie School of Governance, zieht in ihrem Buch „Zur Sache!“ eine kritische Zwischenbilanz unserer bisherigen Debattenkultur und plädiert für eine neuen Umgang, in dem Auseinandersetzungen vor allem auch Austausch sind – ohne zu spalten. Moderation: Robert Ide (Der Tagesspiegel).

 

Die Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen Literatur: BERLIN und dem Museum in der Kulturbrauerei.

 

 

Der Eintritt ist frei.

Buchcover: S. Fischer Verlag / Klett-Cotta Verlag / Aufbau Verlag

▼02.04.19 Michael Bienert „Brechts Berlin“▼

Michael Bienert „Brechts Berlin. Literarische Schauplätze“

19.30 Uhr | Janusz-Korczak-Bibliothek | Buchvorstellung

Auf den Berliner Spuren von Bertolt Brecht.

 

Für Bertolt Brecht war Berlin die „Stadt, die klug macht“. Seit 1920 versuchte er im Literatur- und Theaterbetrieb der Metropole Fuß zu fassen. Nach etlichen Rückschlägen wurde er hier zum Starautor, der sich unter dem Eindruck der Weltwirtschaftskrise politisch radikalisierte. Vor den Nationalsozialisten geflohen, schrieb Brecht im Exil poetische Satiren auf das braune Berlin. Als „Schutthaufen bei Potsdam“ erlebte er die Stadt nach seiner Rückkehr im Oktober 1948. Brecht hat sich intensiv am Wiederaufbau des Kulturlebens in Ost-Berlin beteiligt und gemeinsam mit Helene Weigel das Berliner Ensemble zu Weltruhm geführt. Begraben liegt er neben vielen Weggefährten auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof, unweit seiner letzten Wohnung in der Chausseestraße 125. Dort ist heute ein Museum, es gibt sein Archiv, das Denkmal und Brecht-Verse an Häusern der ehemaligen Stalinallee. Kein Dichter hat so sichtbare Spuren in Berlin hinterlassen, dennoch sind die meisten Brecht-Orte und Berlin-Bezüge wenig bekannt. Als Stadtführer und Literaturdetektiv ist der Autor Michael Bienert seit 1990 in Brechts Berlin unterwegs. In der Reihe “Literarische Schauplätze” legt er nun einen reich illustrierten Band vor, der den ganzen Facettenreichtum des Themas anschaulich dokumentiert.

 

Michael Bienert, geboren 1964, lebt als freier Autor in Berlin. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Berliner und Potsdamer Kulturgeschichte in Zeitungen und Büchern, darunter Schiller in Potsdam 1804 (2013), Die Entdeckung Berlins (2014), Kästners Berlin (2014, 4. Auflage 2017), E.T.A. Hoffmanns Berlin (2015), Döblins Berlin (2017). Weitere Informationen zum Autor unter www.text-der-stadt.de.

 

Der Eintritt ist frei.

Buchcover: Verlag für Berlin-Brandenburg

▼02.04.19 Club der toten Dichter „So und nicht anders“. Theodor Fontane neu vertont▼

Club der toten Dichter „So und nicht anders“

Theodor Fontane neu vertont. Mit Katharina Franck

20.00 Uhr | Kesselhaus in der Kulturbrauerei | Konzert

Fontane wird 200!

 

Der bekannte Romancier und Lyriker Theodor Fontane wird 200. Und Reinhardt Repkes Club der toten Dichter geht im Jubiläumsjahr 2019 mit Neuvertonungen des Dichters und Schöpfers berühmter Frauenfiguren – wie Effie Briest, Jenny
Treibel und Grete Minde – auf Tournee. Das berühmte Gedicht „John Maynard“, die Maynard-Suite, wie sie innerhalb des Clubs genannt wird, da Repke das Gedicht in drei Songs aufgeteilt hat, wird dabei sein. Und auch „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“, eines der beliebtesten deutschen Gedichte, hat seinen Platz im Programm. Nach Heine, Busch, Rilke, Schiller und Bukowski ist Fontane nun der sechste Dichter der auf CD veröffentlicht wird. In bisher rund 350 Konzerten hat sich der CdtD ein begeistertes Publikum in ganz Deutschland erspielt. Neben Katharina Franck, der Sängerin und Songwriterin, deren unverwechselbare Stimme seit den Erfolgen ihrer Band Rainbirds fast jeder kennt, bilden die Akkordeonistin Cathrin Pfeifer und der Bassist Markus Runzheimer das Quartett um den den Gründer und Komponisten des CdtD, Reinhardt Repke.

 

Eine Veranstaltung des Kesselhauses in der Kulturbrauerei im Rahmen von Literatur: BERLIN.

Foto: Oliver Betke

Eintritt: VVK 25 Euro (zzgl. VVK-Gebühr), AK 30 Euro. TICKETS sind zzgl. VVK-Gebühr online hier über Eventim, an allen bekannten Vorverkaufsstellen & in der Kulturbrauerei erhältlich.

eventim

▼03.04.19 Ursula Muscheler „Mutter, Muse und Frau Bauhaus“▼

Ursula Muscheler „Mutter, Muse und Frau Bauhaus.
Die Frauen um Walter Gropius“

Moderation: Beatrice Fassbender

20.00 Uhr | Kunst – Buch Kollwitzplatz | Buchvorstellung

Die begabten Frauen im Schatten des Stararchitekten Walter Gropius

 

Nicht Walter Gropius (1883 bis 1969) steht in dieser Geschichte im Rampenlicht (er hat sich zeitlebens selbst gehörig in Szene gesetzt), sondern Mutter, Geliebte, Ehefrau und was es sonst noch an weiblichen Wesen im Umfeld des Meisters gab. Doch keine Sorge – Ursula Muscheler blickt nicht verhuscht durchs Schlüsselloch auf allzu private Szenen, sondern hinter die Kulisse des großen Architekten auf seine ­geliebten, klugen, gebildeten, tatkräftigen Gehilfinnen: Manon Gropius, Alma Mahler, Lily Hildebrandt, Maria ­Benemann und Ise Gropius. Hinter jedem erfolgreichen Mann stehe eine starke Frau, sagt der Volksmund. Dass diese überaus begabten Frauen zeit­lebens im Schatten von Gropius und anderen ­Männern standen, ist die bedauerliche Pointe dieser liebevollen Skizze.

 

Ursula Muscheler ist promovierte und praktizierende Architektin, sie lebt in Düsseldorf. Veröffentlichungen: »Haus ohne Augenbrauen. Architektur­geschichten aus dem 20. Jahrhundert« (2007), »Die Nutzlosigkeit des Eiffelturms. Eine etwas andere Architekturgeschichte« (2008), »Sternstunden der Architektur. Von den Pyramiden bis zum Turmbau von Dubai« (2009) und, als Herausgeberin: »Unsere Architekten. Feinste Verrisse von Cicero bis Kurt Tucholsky« (2011). Bei Berenberg erschienen »Möbel, Kunst und feine Nerven. Henry van de Velde und der Kultus der Schönheit 1895–1914« (2012), »Gruppenbild mit Meister. Le Corbusier und seine Mitarbeiter« (2014) und zuletzt »Das rote Bauhaus. Eine Geschichte von Hoffnung und Scheitern« (2017).

Buchcover: Berenberg Verlag

Eintritt: VVK 10 Euro (zzgl. VVK-Gebühr), AK 12 Euro. TICKETS sind zzgl. VVK-Gebühr in Kürze online hier über Eventbrite & Eventim, an allen bekannten Vorverkaufsstellen und in der Kulturbrauerei sowie ohne VVK-Gebühr im Georg Büchner Buchladen erhältlich.

eventbrite

eventim

▼04.04.19 Helene Bukowski & Zsuzsa Bánk präsentieren „Milchzähne“▼

Helene Bukowski & Zsuzsa Bánk präsentieren „Milchzähne“

20.00 Uhr | Maschinenhaus in der Kulturbrauerei | Berliner Buchpremiere

Traumwandlerische Schönheit & märchenhafte Grausamkeit

 

Eines Tages steht sie plötzlich da, die Haare feuerrot leuchtend inmitten des Kiefernwaldes – und gehört niemandem. Als Skalde und ihre Mutter Edith inmitten einer abgelegenen und im Chaos versinkenden Welt ein unbekanntes Kind zu sich nehmen, wissen sie, dass die anderen im Dorf dies nicht dulden werden. Seit 20 Jahren – als Edith triefend am Ufer des Flusses stand, von dem die anderen sich erhofft hatten, er würde sie beschützen – leben beide am Rande der Gemeinschaft und sind kaum in das soziale Gefüge integriert. Mutter und Tochter lieben einander, weil ihnen nichts übrig bleibt: Gegen das Dorf müssen sie zusammenhalten. Vor allem jetzt, wo immer klarer wird, dass das Leben des Kindes – und ihr eigenes – in Gefahr ist.

 

Mit ihrem Debüt „Milchzähne“ zeichnet Helene Bukowski (Jg. 1993) eine dystopische Zukunftsvision, die eindringlich zwischen traumwandlerischer Schönheit und märchenhafter Grausamkeit changiert und dabei von aktueller Brisanz ist.

Im Gespräch mit der Autorin Zsuzsa Bánk („Der Schwimmer“, „Helle Tage“) stellt Helene Bukowski ihr Debüt im Maschinenhaus der Kulturbrauerei vor.

 

Im Gespräch mit der Autorin Zsuzsa Bánk („Der Schwimmer“, „Helle Tage“) stellt Helene Bukowski ihr Debüt im Maschinenhaus der Kulturbrauerei vor.

 

Helene Bukowski, geboren 1993 in Berlin, studiert zurzeit Literarisches Schreiben und Lektorieren in Hildesheim. Sie ist Co-Autorin des Dokumentar lms „Zehn Wochen Sommer“, der 2015 den Grimme Sonderpreis Kultur erhalten hat, und war 2016 zur Autorenwerkstatt Prosa des Literarischen Colloquiums Berlin eingeladen. Ihre Texte erschienen in verschiedenen Zeitschriften und Anthologien und sie war Mitherausgeberin der „BELLA triste“.

 

Zsuzsa Bánk, geboren 1965, arbeitete als Buchhändlerin und studierte anschließend in Mainz und Washington Publizistik, Politikwissenschaft und Literatur. Heute lebt sie als Autorin mit ihrem Mann und zwei Kindern in Frankfurt am Main. Für ihren ersten Roman „Der Schwimmer“ wurde sie mit dem aspekte-Literaturpreis, dem Deutschen Bücherpreis, dem Jürgen-Ponto-Preis, dem Mara-Cassens-Preis sowie dem Adelbert-von-Chamisso-Preis ausgezeichnet. Für „Unter Hunden“ aus ihrem Erzählungsband „Heißester Sommer“ erhielt sie den Bettina-von-Arnim-Preis. Zuletzt erschienen ihre Romane „Die hellen Tage“ und „Schlafen werden wir später“.

Buchcover: Blumenbar Verlag

Eintritt: VVK 10 Euro (zzgl. VVK-Gebühr), AK 12 Euro. TICKETS sind zzgl. VVK-Gebühr online hier über Eventbrite & Eventim, an allen bekannten Vorverkaufsstellen und in der Kulturbrauerei sowie ohne VVK-Gebühr im Georg Büchner Buchladen erhältlich.

eventbrite

eventim

▼06.04.19 Literaturpreis Prenzlauer Berg 2019▼

Literaturpreis Prenzlauer Berg 2019

13.30 Uhr | Maschinenhaus in der Kulturbrauerei | Lesung & Preisverleihung

 

VERLEGT INS MASCHINENHAUS IN DER KULTURBRAUEREI!

Lesung & Preisverleihung

 

Auch in diesem Jahr wird der Literaturpreis Prenzlauer Berg verliehen! Erneut sind junge literarische Talente dazu eingeladen, ihre Texte zu präsentieren. Zum „Aufbau & Niedergang“ wurden zehn junge Autor_innen in einer Vorauswahl nominiert. Vor Publikum und Jury tragen sie ihre Texte vor. Im Anschluss gibt die Jury die Sieger/-innen bekannt.

 

Der Eintritt ist frei.

Foto: (c) Tina Linster

▼27.05.19 Jana Simon „Unter Druck. Wie Deutschland sich verändert“▼

Jana Simon „Unter Druck. Wie Deutschland sich verändert“

Moderation: Gesa Ufer

20.00 Uhr | Palais in der Kulturbrauerei | Buchvorstellung

Eine deutsche Bestandsaufnahme
Die deutsche Wirtschaft wächst, die Welt bewundert Deutschland für seine Kraft, Stabilität und Weltoffenheit. Zugleich schrumpft die Mittelschicht, der Reichtum ist ungleicher verteilt als noch vor zwei Jahrzehnten. Jeder sechste Deutsche ist armutsgefährdet, die sozialen Aufstiegschancen sind so gering wie in kaum einem anderen westlichen Land. Die rechtspopulistische AfD erzielt bei Wahlen zweistellige Ergebnisse und sitzt nun im Bundestag. Ein großer Teil der Deutschen steht unter erheblichem Druck. Was bedeutet das für das Leben Einzelner und für das ganze Land? Anhand verschiedener Lebensgeschichten zeichnet die Journalistin und Autorin Jana Simon (Jg. 1972) ein differenziertes Bild Deutschlands, das die politische, soziale und wirtschaftliche Wucht der Veränderungen eindrücklich wiedergibt. Gemeinsam mit Gesa Ufer (radioeins) stellt sie ihr Buch in der Kulturbrauerei vor. Moderation: Gesa Ufer.

Buchcover: S: Fischer Verlag

Eintritt: VVK 10 Euro (zzgl. VVK-Gebühr), AK 12 Euro. TICKETS sind zzgl. VVK-Gebühr online hier über Eventbrite & Eventim, an allen bekannten Vorverkaufsstellen und in der Kulturbrauerei sowie ohne VVK-Gebühr im Georg Büchner Buchladen erhältlich.

eventbrite

eventim

▼10.09.19 Jana Hensel „Wie alles anders bleibt. Geschichten aus Ostdeutschland“▼

Jana Hensel „Wie alles anders bleibt. Geschichten aus Ostdeutschland“

20.00 Uhr | Palais in der Kulturbrauerei | Buchpremiere

Ein lebendiges Bild des Ostens

Sehr persönlich, engagiert und immer emotional hat die Journalistin und Autorin Jana Hensel in den vergangenen zwei Jahrzehnten über den Osten berichtet – in Reportagen, Porträts, Essays und im Gespräch mit den wichtigsten AkteurInnen. Legendär sind inzwischen ihre Interviews mit Angela Merkel, die persönlichsten, die die Kanzlerin je gegeben hat. „Wie alles anders bleibt“ versammelt die wichtigsten Texte, die in der Zusammenschau ein lebendiges Bild des Ostens liefern und den Wandel zeigen, der dort stattgefunden hat und weiterhin stattfindet.

 

Jana Hensel, geboren 1976 in Leipzig, wurde 2002 mit ihrem Porträt einer jungen ostdeutschen Generation „Zonenkinder“ schlagartig bekannt. Autorin und Journalistin. 2010 gewann sie den Theodor-Wolff-Preis, 2017 erschien ihr Roman „Keinland“, 2018 brachte sie gemeinsam mit Wolfgang Engler den Gesprächsband „Wer wir sind“ heraus, der für große Resonanz sorgte. Hensel arbeitet als Autorin für „Zeit Online“ und „Die Zeit im Osten“.

Buchcover: Aufbau Verlag

Eintritt: VVK 10 Euro (zzgl. VVK-Gebühr), AK 12 Euro. TICKETS sind zzgl. VVK-Gebühr online hier über Eventbrite & Eventim, an allen bekannten Vorverkaufsstellen und in der Kulturbrauerei sowie ohne VVK-Gebühr im Georg Büchner Buchladen erhältlich.

eventbrite

eventim

bar-lhorizontal
bar-rhorizontal

MEDIEN­PARTNER

bar-lhorizontal

UNTER­STÜTZER & SPON­SOREN

KONTAKT

KONTAKT

 

Literatur: BERLIN e. V.

Vorstand: Gudrun Buhro & Sabeth Vilmar

Schönhauser Allee 36, 10435 Berlin

info@literatur.berlin

 

Palais Veranstaltungs GmbH
030.405047310

info@palais-kulturbrauerei.de

 

Kunst Buch Kollwitzplatz
030.47374722

sabeth.vilmar@kunstbuchkollwitzplatz.com

PRESSE

 

Johannes Martin
030.44315140

martin@kesselhaus-berlin.de

 

Sabeth Vilmar
030.47374722

sabeth.vilmar@kunstbuchkollwitzplatz.com

 

Auf Anfrage schicken wir Journalisten und Redakteuren gerne die aktuelle Pressemitteilung sowie Bild- und Informationsmaterial zu.

TICKETS